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"Ein Mantel und eine Kuh ...
deckt manche Armut zu" (Deutsches Sprichwort).
Anlässlich des 14. Museumsfestes des Badischen
Landesmuseums Karlsruhe unter dem Motto „Aslama
Tunesien“ vom 3. bis 5. Juni 2005 und der Ausstellung
„Erbe von Jahrtausenden - Sejnane. Berberkeramik von
Frauen aus Nordtunesien“ im Museum beim Markt waren
Jemâa und ihre Schwiegertöchter - Töpferinnen aus
Sejnane - in Karlsruhe anwesend, um das Entstehen ihrer
traditionellen Keramik einem interessierten Publikum zu
präsentieren. Die in ihrer Heimat in sehr bescheidenen
Verhältnissen lebenden Frauen waren mit Unterstützung
des Badischen Landesmuseums Karlsruhe und des
tunesischen „Institut National du Patrimoine“ nach
Karlsruhe gereist. Während ihres Aufenthalts wurden die
Keramikerinnen von einem Mitglied der Mir Mohammedi
Stiftung und der Kuratorin der Ausstellung betreut. Im
persönlichen Gespräch erfuhr man, dass die
wirtschaftliche Situation der Familie durch den Verlust
der einzigen Kuh schwer beeinträchtigt worden war. Es
mangelte nicht nur an der Milch, sondern auch am Dung,
der für den Brand der Keramiken benötigt wird. In einer
spontanen Sammelaktion unter den Stiftungsmitgliedern
kamen über 1.200 Euro beisammen, die der Familie als
Finanzhilfe zum Kauf einer neuen Kuh zur Verfügung
gestellt werden konnten.

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