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Erbeben im Bam ...
Durch das
schwere Erdbeben in der Stadt Bam, gelegen in der
Provinz Kerman im Südosten des Iran, kamen am zweiten
Weihnachtsfeiertag 2003 nach amtlichen Angaben 41.000
Menschen ums Leben. Ihre Zahl dürfte aber tatsächlich
weitaus höher liegen. Der Wiederaufbau der Stadt, die
einst 100.000 Einwohner zählte, kommt nur schleppend
voran. Etwa 70 Prozent der neuen Stadtteile wurden
zerstört.
Die
Zerstörung des historischen Bam ist ein schwerer Schlag
für die historische Identität des Landes. Die einst von
einer hohen, gezackten Umfassungsmauer umgebene und von
einer mächtigen Zitadelle überragte mittelalterliche
Stadt hatte für viele iranische, aber auch einige
internationale Filme als imposante Kulisse gedient.
Gegründet wurde die Stadt vor mehr als 1.500 Jahren
unter der Dynastie der Sassaniden. Als Tourismusmagnet
stellte die sog. „Geisterstadt“ einen erheblichen
Wirtschaftsfaktor der Region dar. Im Rahmen einer
feierlichen Zeremonie wurde die Zitadelle durch die
UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, um ihren Wiederaufbau
zu sichern.
Damit nicht
nur eine „ästhetische Wunde“ durch die Wiederrichtung
eines historischen Stadtbildes geschlossen wird, sondern
auch die Wunden der zahlreichen Opfer heilen, bedarf es
noch tatkräftiger und nachhaltiger Hilfen. Denn schon im
Juli 2004 sorgte ein weiteres Beben für erneute
Zerstörungen.
Die
Ereignisse von Bam nehmen auch eine Schlüsselstellung in
der Gründungsgeschichte der Mir Mohammedi Stiftung ein.
Da sich die Katastrophe nur wenige Tage nach dem Tod des
Namensgebers der Stiftung ereignete, gab sie gleich
Anlass zu einer spontan organisierten großen
Veranstaltung und ersten Sammelaktion für die
Erdbebenopfer.
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