'Garten'
war ein Aspekt der Lebensphilosophie von Mir Mohammedi.
Gärtnerische Kenntnisse hatte er schon aus seiner Heimat
mitgebracht. Als auf dem Gelände der „Kuhweide“ 1962 in
Karlsruhe eine Kleingartenanlage errichtet wurde, war
der damals noch unbekannte iranische Student einer der
ersten Pächter. Sicher diente die Parzelle nicht allein
der Freude an schönen Blumen, sondern bereicherte das
dort gezogene Gemüse das Speiseangebot bei knappen
studentischen Finanzen. Im Laufe der Zeit erkannte er
aber immer mehr die therapeutische Kraft des Gärtnerns.
Es bedeutete für Mir Mohammedi Erholung vom Alltag und
Bindung an ein Stück „heimatliches“ Refugium. Diese
Erfahrung versuchte er auch anderen zu vermitteln. So
legte Mir Mohammedi in Karlsruhe eine Grünfläche am
Beratungs- und Begegnungszentrum für Flüchtlinge unter
der Mithilfe von ausländischen Flüchtlingen an sowie
eine weitere mit Kindern an der ‚Kita’ am
Weinbrennerplatz.